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Die ersten Leistungsschätzungen für die PS6 und die neue Xbox wurden veröffentlicht

Es sind neue Leistungsdaten zur PlayStation 6 und zur Xbox Project Helix bekannt geworden. Laut den durchgesickerten Informationen könnte das neue Xbox-Modell bei der theoretischen Rechenleistung höhere Werte erreichen als die PS6.

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Die ersten Leistungsschätzungen für die PS6 und die neue Xbox wurden veröffentlicht

Die nächste Konsolengeneration steht vor der Tür. Sowohl Sony als auch Microsoft haben bereits erste Andeutungen gemacht, was uns erwartet. Es sind Spezifikationen für Sonys PlayStation-6-Chip „Orion“ und Microsofts Xbox-Chip „Project Helix“ (Magnus) durchgesickert. Das bedeutet, dass wir beide Systeme schon frühzeitig vergleichen können.


Bemerkenswert ist dabei, dass die Spezifikationen für keines dieser Systeme endgültig feststehen. Außerdem wurden diese Informationen von Sony nicht bestätigt. Allerdings haben verschiedene Quellen ähnliche Spezifikationen für beide Systeme veröffentlicht, was diese Angaben glaubwürdig macht. Sie entsprechen auf jeden Fall den Erwartungen an die nächste Generation von Spielekonsolen.


CPU-Leistung


Sowohl die Xbox der nächsten Generation als auch die PlayStation sollen Berichten zufolge Zen-6-CPUs verwenden. Allerdings weisen beide unterschiedliche Konfigurationen und Kerntypen auf. Bei der PlayStation setzt Sony Berichten zufolge 7 bis 8 Zen-6c-Kerne für die Verarbeitung von Gaming-Workloads ein und nutzt zwei zusätzliche Zen-6-LP-Kerne (Low Power) für Betriebssystemaufgaben. Die Siliziumkonfiguration der PS6 von Sony ist Berichten zufolge noch nicht endgültig festgelegt, daher ist unklar, ob die CPU sieben oder acht Zen-6c-CPU-Kerne verwenden wird. Ein Kern könnte deaktiviert werden, um die Chipausbeute zu erhöhen.


Für das Xbox-Projekt „Helix“ kombiniert Microsoft Berichten zufolge drei Zen-6-Kerne mit acht Zen-6c-Kernen. Das bedeutet, dass die Xbox über eine höhere Anzahl an CPU-Kernen und eine höhere maximale Single-Thread-Leistung verfügen dürfte. Die Zen-6-Kerne von AMD dürften eine höhere Taktrate als die Zen-6c-Kerne haben und möglicherweise über mehr internen Cache verfügen. Das „c“ in Zen 6c steht für „compact“, was bedeutet, dass diese Kerne physisch kleiner sind. Diese kleineren Kerne verfügen möglicherweise über weniger Cache als ihre größeren Pendants und erreichen möglicherweise keine höheren Taktraten. Beachten Sie, dass die drei Zen-6-Kerne der Xbox als schnellere Kerne fungieren könnten, die für Single-Thread-Workloads vorgesehen sind und bestimmte Aufgaben beschleunigen.



Grafik


Was die GPU betrifft, werden sowohl die PlayStation 6 als auch die Xbox Next (Project Helix) mit AMD-RDNA-5-Grafikchips ausgestattet sein. Bei der Xbox wird diese GPU auf einem separaten Chip untergebracht sein, während sie bei der PlayStation 6 auf demselben Chip wie die System-CPU sitzt. Jedes System verfügt möglicherweise über einige maßgeschneiderte Elemente auf seiner GPU, und einem System könnten bestimmte Funktionen fehlen, über die das andere verfügt. Unabhängig davon verwenden beide Berichten zufolge RDNA-5-Grafikchips, die sich architektonisch gesehen weitgehend ähneln.


Erneut haben Insider behauptet, dass der Chip der PS6 noch nicht endgültig festgelegt sei. Es wird jedoch geschätzt, dass das System über 52 bis 54 RDNA-5-Recheneinheiten verfügt. Die endgültige Anzahl der Recheneinheiten hängt davon ab, ob Sony einige davon deaktiviert, um die Ausbeute bei der Chipfertigung zu steigern. Zur Erinnerung: Die PlayStation 5 verfügt über 36 RDNA-2-Recheneinheiten, während die PS5 Pro 60 hat.


Was das Xbox-Projekt Helix betrifft, so verfügt das System Berichten zufolge über 68 RDNA-5-GPU-Recheneinheiten, was es deutlich größer macht als die GPU der PlayStation 6. Basierend auf diesen Leaks ist die GPU im Xbox-Projekt Halo um 25,9 % bis 30,7 % größer als die GPU in der PlayStation 6. Es ist jedoch zu bedenken, dass die GPU-Leistung von mehr als nur der Anzahl der Recheneinheiten abhängt.


Welche Konsole wird die leistungsstärkste sein?


Als Microsoft „Project Helix“ vorstellte, erklärte das Unternehmen, dass es „in Sachen Leistung führend“ sein werde. Das bedeutet, dass Microsoft einige der Fehler, die es bei der Xbox Series X gemacht hat, wahrscheinlich nicht wiederholen wird. Obwohl Sony eine größere GPU verwendete, konnte das Unternehmen den Leistungsunterschied zwischen den beiden Systemen drastisch verringern, indem es seine GPU mit höheren Taktraten betrieb. Es ist unwahrscheinlich, dass Microsoft Sony bei seinem System der nächsten Generation dasselbe durchgehen lässt. Das dürfte bedeuten, dass die PlayStation 6 und Project Helix ihre GPUs mit ähnlicheren Taktraten betreiben werden. Wenn das der Fall ist, dürfte Project Helix (Xbox) die Leistungs-Krone für sich beanspruchen.


Sollten diese durchgesickerten Spezifikationen zutreffen, dürfte die Xbox der nächsten Generation zudem über eine schnellere CPU verfügen, wobei schnellere Zen-6-Kerne als Hauptkerne/Threads fungieren. Dies könnte ein weiterer Vorteil für die Xbox sein. Allerdings ist es fraglich, ob diese Leistungssteigerung notwendig ist, da Project Helix darauf ausgelegt ist, auch PC-Spiele auszuführen. Project Helix dürfte zudem über eine höhere Speicherbandbreite verfügen, und die gemunkelte NPU könnte ihre Vorteile haben.

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