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Instagram benachrichtigt Eltern über Suchanfragen ihrer Teenager

In den kommenden Wochen wird Instagram Eltern, die die Aufsichtsfunktion nutzen, benachrichtigen, wenn ihr Teenager innerhalb kurzer Zeit wiederholt versucht, nach Begriffen im Zusammenhang mit Selbstmord oder Selbstverletzung zu suchen. Dies ist die neueste Schutzmaßnahme für Teenager-Konten und die elterlichen Aufsichtsfunktionen von Instagram.

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Instagram benachrichtigt Eltern über Suchanfragen ihrer Teenager

Instagram hat eine neue Sicherheitsfunktion hinzugefügt, die Eltern benachrichtigt, wenn ihr Teenager nach Inhalten im Zusammenhang mit Selbstmord oder Selbstverletzung sucht.


Das Tool ist Teil der erweiterten Schutzmaßnahmen für Teenager-Konten von Instagram, die 2024 von der Muttergesellschaft Meta eingeführt wurden. Es soll Familien frühzeitig warnen, wenn ein Teenager möglicherweise Probleme hat.


So funktioniert die neue Benachrichtigung


Wenn das Konto eines Teenagers von einem Elternteil über das Familiencenter von Instagram überwacht wird, können Eltern eine Benachrichtigung erhalten, wenn ihr Kind nach Inhalten zum Thema Selbstmord oder Selbstverletzung sucht.


Die Benachrichtigung gibt keine genauen Suchbegriffe preis. Stattdessen informiert sie die Eltern lediglich darüber, dass ihr Teenager nach Inhalten im Zusammenhang mit Selbstmord oder Selbstverletzung gesucht hat.


Instagram gibt an, dass die App Teenager, die nach bestimmten sensiblen Begriffen suchen, bereits zu Hilfsangeboten weiterleitet, darunter Informationen zur psychischen Gesundheit und die 988 Suicide & Crisis Lifeline.

Diese neue Funktion bietet einen zusätzlichen Schutz, indem sie auch die Eltern benachrichtigt.



Wichtig: Dies geschieht nicht automatisch.


Die Einstellung funktioniert nur, wenn die Überwachung aktiviert wurde. Eltern und Jugendliche müssen ihre Konten im Familiencenter von Instagram miteinander verknüpfen. Ohne diese Verbindung erhalten Eltern keine Benachrichtigungen.


Was Eltern wissen sollten


Dieses Tool kann ein frühes Anzeichen dafür sein, dass ein Teenager Probleme hat. Es gewährt Eltern jedoch keinen Zugriff auf private Nachrichten oder detaillierte Suchverläufe. Und keine Social-Media-Plattform kann Teenager daran hindern:


  • Zweite Konten zu erstellen
  • Über ihr Alter zu lügen
  • Gespräche in andere Apps zu verlagern


Technologie kann zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen bieten. Sie kann jedoch Gespräche zu Hause nicht ersetzen. Für Jugendliche unter 16 Jahren sind die Jugendkonten von Instagram standardmäßig privat und verfügen über zusätzliche Schutzmaßnahmen. Die Suchbenachrichtigungsfunktion erfordert jedoch, dass die elterliche Überwachung aktiviert ist.


Warum das wichtig ist


Social-Media-Unternehmen stehen weiterhin unter Druck von Gesetzgebern und Eltern hinsichtlich der psychischen Gesundheit und Online-Sicherheit von Teenagern.


Die jüngste Maßnahme von Instagram deutet darauf hin, dass Plattformen darauf reagieren, indem sie mehr integrierte Schutzmaßnahmen hinzufügen, anstatt sich ausschließlich auf optionale Einstellungen zu verlassen.


Ob dies ausreichend ist, bleibt umstritten. Für Eltern, die Überwachungsinstrumente nutzen, kann diese neue Warnmeldung jedoch eine wichtige Gelegenheit bieten, sich zu informieren und ein Gespräch zu beginnen.

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