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iOS 26.5 Beta: RCS-Verschlüsselung, Apple Maps Werbung – was kommt im Mai

Apple testet in iOS 26.5 drei große Features: verschlüsselte RCS-Nachrichten, Suggested Places mit Werbung in Apple Maps und Live Activities für Drittanbieter-Wearables in der EU.

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iOS 26.5 Beta: RCS-Verschlüsselung, Apple Maps Werbung – was kommt im Mai

Apple hat die erste öffentliche Beta von iOS 26.5 freigegeben – und das Update bringt mehr als nur Bugfixes. Drei Features stechen heraus: RCS-Verschlüsselung, der neue "Suggested Places"-Tab in Apple Maps und Live-Activities-Unterstützung für Drittanbieter-Zubehör in der EU. Die finale Version wird für Mai 2026 erwartet.

Was ist neu in iOS 26.5?

Das wichtigste Feature: RCS-Nachrichten werden jetzt standardmäßig Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Das bedeutet, dass Chats zwischen iPhone und Android-Geräten über RCS endlich denselben Datenschutzstandard erreichen wie iMessage. Das war lange überfällig – RCS wurde in iOS 17 eingeführt, aber ohne Verschlüsselung, was von Datenschützern heftig kritisiert wurde.

Dann ist da Apple Maps: Der neue "Suggested Places"-Tab zeigt Restaurants, Shops und Hotspots in der Nähe – basierend auf Standort und Suchhistorie. Apple hat bestätigt, dass dieser Tab auch für Anzeigen genutzt werden soll. Die Werbung soll klar gekennzeichnet sein und alle Daten bleiben on-device. Trotzdem ist es das erste Mal, dass Apple Maps explizit Werbeflächen einführt.


iOS 26.5 Apple Maps Suggested Places – neuer Tab mit Orts-Empfehlungen und WerbungWarum ist das wichtig?

Die RCS-Verschlüsselung ist ein Datenschutz-Meilenstein. Bislang waren RCS-Nachrichten zwischen iPhone und Android unverschlüsselt – ein offenes Sicherheitsrisiko. Kurz gesagt: Wer regelmäßig mit Android-Nutzern schreibt, war bisher angreifbar. Das ändert sich jetzt. Apple Maps-Werbung ist dagegen ein zweischneidiges Schwert: Apple hat seinen Ruf auf Datenschutz aufgebaut – Werbung in der eigenen Maps-App sendet ein gemischtes Signal.

Was bedeutet das für Nutzer?

Praktisch bedeutet das: Bei RCS-Verschlüsselung gibt es nichts zu tun – sie ist automatisch aktiv. Bei Apple Maps sollten Nutzer prüfen, ob sie den Suggested-Places-Tab nutzen wollen. Für EU-Nutzer mit Drittanbieter-Smartwatches könnte das Live-Activities-Feature eine echte Verbesserung sein – sofern App-Entwickler es implementieren. Das Feature erlaubt es, Lieferstatus, Sportergebnisse oder Fluginfos direkt auf einer Drittanbieter-Uhr anzuzeigen.

Wann erscheint iOS 26.5?

Die Developer Beta ist seit Ende März verfügbar, die Public Beta seit Anfang April 2026. Die finale Version wird für Mai 2026 erwartet – typischerweise Mitte des Monats. Alle Geräte ab iPhone 13 werden unterstützt. Das Live-Activities-Feature für Drittanbieter-Zubehör ist nur in der EU verfügbar (Digital Markets Act).

Technische Details

RCS E2E-Verschlüsselung: standardmäßig aktiv für alle RCS-Chats

Suggested Places in Apple Maps: standort- und verlaufsbasierte Empfehlungen + Werbeflächen (on-device Datenschutz)

Live Activities für Drittanbieter-Zubehör: nur EU (DMA-Compliance)

Notification Forwarding für Drittanbieter: ebenfalls EU-exklusiv

Kompatibel mit: iPhone 13 und neuer

Erwartete Veröffentlichung: Mai 2026

Vergleich mit der Konkurrenz

Google Messages bietet RCS-Verschlüsselung bereits seit 2021 – Apple kommt damit deutlich später. Bei Maps-Werbung ist Google Maps schon seit Jahren vorne dabei. Das Live-Activities-Feature für Wearables ist ein Bereich, wo Apple noch aufholen muss gegenüber Samsungs Wear OS-Ökosystem. Laut den aktuellen Apple Quartalszahlen ist Apple in starker finanzieller Form – guter Zeitpunkt für solche Feature-Investitionen. Das OLED MacBook Pro zeigt, wie breit der Fokus bei Apple gerade ist.

Redaktionsmeinung

Die RCS-Verschlüsselung war längst überfällig. Ich gebe keinen Applaus dafür, dass Apple etwas umsetzt, das Google 2021 schon hatte. Gut, dass es jetzt kommt – aber das ist kein Vorsprung, sondern Aufholen. Bei Apple Maps-Werbung bin ich ehrlich skeptisch: Apple hat jahrelang damit gepunktet, keine Werbeplattform zu sein. Jetzt öffnet man die Maps-App für Anzeigen. Ich verstehe die Geschäftslogik – aber es fühlt sich wie ein Vertrauensbruch an. Das Live-Activities-Feature für EU-Nutzer zeigt dagegen: Regulierung funktioniert. Ohne den Digital Markets Act würde Apple das nicht freiwillig machen. Nicht schön, aber effektiv.

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