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Pearl Abyss entschuldigt sich für KI-Kunst in „Crimson Desert“

Pearl Abyss entschuldigte sich dafür, dass in seinem kürzlich veröffentlichten Spiel „Crimson Desert“ KI-generierte Grafiken enthalten waren. Der Entwickler erklärte, dass er während der Entwicklung für einige 2D-Grafikelemente experimentelle KI-Tools verwendet habe und es versäumt habe, diese vor der Veröffentlichung zu ersetzen.

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Pearl Abyss entschuldigt sich für KI-Kunst in „Crimson Desert“

Als Gamer lieben wir die kleinen Details in den Spielen, die wir spielen. Ob es darum geht, versteckte Easter Eggs zu entdecken oder subtile Details in der Umgebung zu bemerken – oft durchstreifen wir ganze Gebiete noch einmal, nur um alles zu finden, was wir vielleicht übersehen haben. Vielleicht entgeht uns deshalb auch nie etwas. 


Und genau das ist den Spielern von Crimson Desert passiert, dem kürzlich erschienenen Open-World-Action-Adventure, das seit einigen Tagen im Rampenlicht steht. Kurz nach der Veröffentlichung des Spiels entdeckten die Spieler KI-generierte Grafiken in der Spielwelt, was bei ihnen nicht gerade gut ankam. Die Empörung in den sozialen Medien veranlasste die Entwickler daraufhin, sich zu entschuldigen. 


„Crimson Desert“-Spieler bemängeln die KI-Kunst im Spiel


Schon kurz nach dem Betreten der weitläufigen Welt von „Crimson Desert“ fiel den Spielern etwas Ungewöhnliches an bestimmten visuellen Elementen auf. Mehrere Gemälde und Schilder, die über die Umgebung verstreut waren, wirkten etwas seltsam – mit merkwürdigen Proportionen und uneinheitlichen Details, die nicht den Eindruck erweckten, von menschlichen Künstlern geschaffen worden zu sein.



Zu den meistdiskutierten Beispielen zählen Grafiken, auf denen Figuren mit verzerrten Händen und seltsam geformten Gliedmaßen zu sehen sind. In anderen Fällen tauchten Tiere wie Pferde mit unnatürlicher Anatomie auf, was in der Community schnell für Aufsehen sorgte. Diese Details mögen auf den ersten Blick unbedeutend erscheinen, doch für Spieler, die es lieben, jeden Winkel einer Spielwelt genau zu erkunden, fielen sie sofort ins Auge.


Die Diskussion gewann schnell an Fahrt auf verschiedenen Social-Media-Plattformen, und viele Nutzer waren sich einig, dass diese Assets so aussahen, als wären sie mit generativen KI-Tools erstellt worden. 


Nun wissen wir alle, dass der Einsatz von KI in der Gaming-Welt schon immer ein heikles Thema war. In den letzten Monaten sahen sich bereits mehrere Studios Kritik ausgesetzt, entweder weil sie KI in der Entwicklung einsetzten oder weil sie diesbezüglich nicht transparent waren. So verlor beispielsweise „Clair Obscure Expedition 33“ seine Auszeichnung bei den Indie Game Awards, nachdem der Einsatz von KI bekannt wurde. Als die Spieler also begannen, die KI-Kunst in „Crimson Desert“ zu kritisieren, reagierten die Entwickler umgehend. 


Die Entwickler entschuldigen sich


Der Entwickler des Spiels, Pearl Abyss, hat das Problem öffentlich eingeräumt. Das Studio gab zu, dass einige visuelle Elemente, die während der Entwicklung mit KI-Tools erstellt wurden, vor der Veröffentlichung der endgültigen Version des Spiels nicht entfernt worden waren. Nach Angaben des Unternehmens waren diese Elemente ursprünglich für Experimente in der frühen Entwicklungsphase gedacht und sollten vor dem Start ersetzt werden.


Der Entwickler räumte zudem ein, dass er es versäumt habe, die Spieler klar über die Verwendung von KI-generierten Inhalten zu informieren. 


Pearl Abyss fügte hinzu, dass man damit begonnen habe, alle Assets im Spiel zu überprüfen, um verbleibende KI-generierte Grafiken zu identifizieren und zu ersetzen. Das Studio hat außerdem versprochen, dass aktualisierte Versionen über zukünftige Patches bereitgestellt werden. Darüber hinaus arbeitet man daran, interne Prozesse zu verbessern, um künftig eine bessere Kommunikation mit den Spielern zu gewährleisten.

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