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Tesla bringt vormontierte, zusammenklappbare V4-Supercharger auf den Markt

Tesla hat gerade sein brandneues, vormontiertes V4-Gleichstrom-Schnellladesystem auf den Markt gebracht. Tesla bezeichnet die neuen klappbaren V4-Supercharger als „Folding Unit Supercharger“.

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Tesla bringt vormontierte, zusammenklappbare V4-Supercharger auf den Markt

Tesla hat offiziell seinen neuen „Folding Unit“ (FU) Supercharger vorgestellt, ein neu gestaltetes V4-Ladesystem, das von Grund auf neu entwickelt wurde, um schneller als je zuvor bereitgestellt zu werden und kostengünstiger zu sein.


Die Folding Unit ist ein vormontiertes V4-Ladesystem, das in zwei Konfigurationen – zusammengeklappt und aufgeklappt – ausgeliefert wird, wodurch es kompakt transportiert und vor Ort mit minimalem Aufwand aufgebaut werden kann. Jede Einheit umfasst acht Ladesäulen, die von einem einzigen V4-Schrank gespeist werden, der bis zu 500 kW für Personenkraftwagen und bis zu 1,2 MW für den Tesla Semi liefern kann.


Die unmittelbarste Veränderung betrifft die Logistik. Tesla kann nun zwei Folding Units pro Lkw transportieren, was 16 Supercharger-Säulen pro Lieferung bedeutet, gegenüber zuvor 12. Das entspricht einer Verbesserung der Transporteffizienz um 33 % und reduziert die Anzahl der Lkws, die für die Bereitstellung an großen Standorten benötigt werden.


Schnellere, einfachere Installation


Tesla hat den bisher erforderlichen Gleichstrom-Sammelschienenanschluss zwischen den Schaltschränken vor Ort abgeschafft; der Strom fließt nun von einem einzigen V4-Schaltschrank direkt zu allen 8 Ladestationen. Allein diese Änderung vereinfacht die Verkabelung, reduziert potenzielle Fehlerquellen und beschleunigt den Prozess erheblich.


Besonders hervorzuheben ist, dass für die Inbetriebnahme kein Tesla-Servicetechniker mehr benötigt wird. Die Stationen können nun einfach auf einem Parkplatz aufgestellt, an das Stromnetz angeschlossen und in Betrieb genommen werden, ohne auf die Abnahme durch einen Spezialisten warten zu müssen. Zusammen ermöglichen diese Änderungen eine doppelt so schnelle Inbetriebnahme neuer Stationen wie zuvor.



Max de Zegher, Director of Charging bei Tesla, fasste es einfach zusammen: „Über 20 % Kosteneinsparung, verbesserte Bauqualität und eine doppelt so schnelle Inbetriebnahme.“


Der V4-Schrank ist bereits der neue Standard


Nur wenige Tage vor dieser Ankündigung produzierte Teslas Gigafactory New York ihren letzten V3-Supercharger-Schrank und beendete damit eine siebenjährige Produktionsserie von 15.000 Schränken. Tesla hat sich nun dazu verpflichtet, künftig ausschließlich V4-Hardware herzustellen und zu installieren.


Der V4-Schrank unterstützt im Vergleich zu V3 doppelt so viele Ladestationen pro Schrank, arbeitet mit der dreifachen Leistungsdichte und ist zukunftssicher für 800-V- bis 1.000-V-Fahrzeugarchitekturen wie den Cybertruck und den Tesla Semi. Für Besitzer von Model S, 3, X und Y bleiben die Ladegeschwindigkeiten bei bis zu 250 kW, aber die Infrastruktur ist für höhere Ladegeschwindigkeiten bereit, sobald die Fahrzeug-Hardware aufholt.


Tesla bezeichnet die Folding Unit als „Rev1“ einer neuen Hardware-Generation und plant bereits die Markteinführung von Rev3 für das zweite Quartal 2026. Das Unternehmen hat zwar noch keine Einzelheiten zu den Neuerungen von Rev3 bekannt gegeben, doch das Tempo der Weiterentwicklungen lässt auf weitere Einsparungen bei den Kosten, der Installationszeit oder beidem schließen.


Da die Kosten für einen Supercharger-Standort bereits bei unter 40.000 US-Dollar liegen – und damit ohnehin schon die niedrigsten in der Branche sind –, senkt die Folding Unit diesen Wert noch weiter. Angesichts der weltweit zunehmenden Verbreitung von Elektrofahrzeugen könnte sich Teslas Fähigkeit, sein Netzwerk schneller und kostengünstiger als die Konkurrenz auszubauen, als ebenso wichtig erweisen wie die Fahrzeuge selbst.

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